Konsortialtreffen in Karlsruhe

 

Am 24.08.2017 trafen sich die Partner des Projekts GEISER bei der YellowMap AG zum Konsortialtreffen in Karlsruhe. Zunächst stellten die Partner den jeweiligen Stand ihrer Arbeiten vor und gaben anschließend einen Ausblick auf weitere Schritte.

Das Kernsystem

Inzwischen steht der AMQP-Message-Bus für Microservices bereit. Sowohl das Kernsystem als auch die Dienste können in der Cloud ausgeführt werden. Der Bus vereinfacht die Kommunikation. So können Dienste mit minimalem Aufwand eingerichtet und getestet werden. Weiterhin verfeinert die Universität Leipzig verschiedene Algorithmen. Sie beantworten beispielsweise die Frage, ob sich Flächen, Linien und Punkte überschneiden oder ob sich ein Text auf bekannte Orte, Personen oder ähnliches bezieht.

Intelligente Parkplatzsuche

Die intelligente Parkplatzsuche bietet TomTom bereits in mehreren europäischen Großstädten an und nutzt dazu das beobachtete Fahrverhalten. Außerhalb von Ballungsräumen will TomTom zusätzlich Informationen wie den Zusammenhang zwischen Parkplatzlage und Wetter, Tageszeit, Saison und besonderen Ereignissen verwenden. Das Fraunhofer IAIS verbessert derzeit das Prognosemodell und greift dazu auch auf Daten der YellowMap zu. Davon ausgehend soll der Dienst eine optimale Strategie vorschlagen. Der Autofahrer soll so geleitet werden, dass die Summe aus (erwarteter) Dauer der Parkplatzsuche und die Laufzeit vom Parkplatz zum Ziel minimal werden.

Verknüpfung von Geodaten für Geomarketing

Bereits auf der CeBIT hatten metaphacts und YellowMap eine Verknüpfung von Wikidata und Twitter-Analyse vorgestellt. Dieser Ansatz wurde erweitert. In Zukunft nutzt YellowMap in der Social Media-Analyse die Algorithmen der Uni Leipzig. Ein Anwender findet so schnell interessante Beiträge in den sozialen Medien und kann sie später als Wissensgraph, als Karte oder Chart dargestellen lassen. Sie fließen in das spätere Geomarketing-Cockpit ein, das darüber hinaus die Verkehrslage, das Wetter, lokale Ereignisse und eigene Daten des Nutzers auswertet. Ein erster Mock-Up ist schon verfügbar.

Geodaten-basierte Industriedienstleistungen

Servicetechniker im Einsatz brauchen neben ihren Einsatzdetails auch Wetter- und Verkehrsinformationen. TomTom kennt die Verkehrslage. Der deutsche Wetterdienst stellt inzwischen lokale Wetterwarnungen als Dienst bereit. Darauf aufbauend hat die USU Software AG einen ersten kartenbasierten Demonstrator entwickelt, der beides in Echtzeit darstellt. Spätere Versionen werden auch Dispatcher und die Teilelogistik mit einschließen. Prognosen der Wartungsbedarfe und der Verkehrs- und Wetterlage erlauben dann eine optimale Routenwahl.

Workshop zur GEISER-Dienstentwicklung

In einem Workshop am Nachmittag gab die Universität Leipzig eine Einführung in die Umsetzung von Diensten in der Plattform. Dazu wurde in der Hands-on Session auf den Message-Bus RabbitMQ und die Kapselung durch Docker eingegangen. Durch sie erreicht GEISER schon jetzt hohe Flexibilität, Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit. Erstens kann ein Dienst sehr einfach andere Dienste benutzen. Zweitens kann sein Entwickler unter vielen Programmiersprachen wählen. Drittens kann er eine Anwendung mit minimalem Aufwand in GEISER integrieren. Viertens sind beide Technologien Open Source und werden von einer großen Community weiterentwickelt.